Profil
- Rechtliche Grundlagen
- Historie des Vereins
- Lage und Umgebung der Einrichtung
- Bewohner/innen
- Aufnahmekriterien
Rechtliche Grundlagen
Rechtliche Grundlage der Leistungen des BHZ ist zunächst Artikel 3 des Grundgesetzes, das Benachteiligungsverbot gegenüber Menschen mit Behinderungen. Daraus ergeben sich im Rahmen des Sozialhilfegesetzbuches (SGB) Ansprüche behinderter Menschen auf Leistungen der Eingliederungshilfe nach §§ 53 ff SGB XII. Das BHZ Roßdorf als Heimeinrichtung unterliegt dem Heimgesetz (HeimG) und seinen Verordnungen.
Historie des Vereins
- 1965 gründeten in Darmstadt/Eberstadt Eltern behinderter Kinder den „Verein zur Förderung spastisch gelähmter Kinder e.V.“ mit Sitz in Darmstadt. Der Verein unterhielt anfangs eine Tagesförderstätte in angemieteten Räumen.
- 1970 wurde der Verein als gemeinnützige Organisation im Landesverband Hessen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes (DPWV) als Mitglied aufgenommen. Das Jahr 1970 brachte auch einen Wendepunkt in der Geschichte des Vereins, der sich in der Änderung der Namensbezeichnung andeutete: „Verein zur Förderung und Betreuung spastisch Gelähmter und anderer Körperbehinderter e.V.“ Der Verein öffnete sich damit nicht nur allen Körperbehinderten, sondern es wurde mit der Namensumbenennung der Personenkreis erwachsener Behinderter neu hinzugenommen.
- 1975 erwarb der Verein ein ehemaliges Seniorenwohnheim, das nach entsprechenden Renovierungsarbeiten als behindertengerechte Wohnstätte mit 18 Plätzen bezogen werden konnte.
- 1983 verabschiedete der Verein eine neue Konzeption, in deren Vordergrund die Betreuung von Schwerst-, Körper- und Mehrfachbehinderten Menschen stand.
- 1990 erfolgte die Grundsteinlegung für ein neues Gebäude auf dem vom Verein erworbenen 23.000 qm großen Gelände.
- 1992 konnte das neue Gebäude, das „Behindertenzentrum Roßdorf“ bezogen werden.
- 2002 wurde der Wahrnehmungs- und Bewegungspfad auf dem Außengelände errichtet. Dieser zeichnet sich besonders dadurch aus, dass er auf die Menschen und deren verschiedenste Formen von Behinderungen, die im Behindertenzentrum Roßdorf leben, abgestimmt ist, wie z. B.: Tast- und Bodenkästen oder die rollstuhlgerechte Schaukel.
- 2003 wurde als Erweiterung des Wahrnehmungs- und Bewegungspfades der Swimmingpool erbaut, welcher durch Betrieb einer Solaranlage eine konstante Wassertemperatur aufzeigt.
- 2003 konnte der Spatenstich zum Erweiterungsbau des großen Wohnheimes erfolgen. In Planung waren die Erschaffung von vier zusätzlichen Funktionsräumen sowie die Vergrößerung der Aufenthaltsräume beider Wohngruppen. Dieses sollte das langfristige Ziel zur Folge haben die beiden Wohngruppen auch baulich voneinander trennen zu können.
- 2004 Fertigstellung des Erweiterungsbaus großes Wohnheim sowie die bauliche Trennung beider Wohngruppen. Dies konnte realisiert werden durch die Errichtung eines Speiseraumes mit eigener Küche sowie ein Wohn- und Aufenthaltszimmer in jeder Wohngruppe.
- 2004 konnte im Zuge des Erweiterungsbaus die Außenanlagen verschönert werden, so dass alle drei Wohngruppen ihre eigenen Terrassen haben mit einer Größe von ca. 60 qm. Weiterhin wurde an alle Bewohner/ innenzimmer eine Terrasse angebaut die jeweils zwischen 6 und 10 qm Größe aufweisen.
- 2004 wurde eine Hebe- und Transfereinrichtung am Swimmingpool installiert. Durch diese kann der Klientel der Schwerst-, Mehrfachbehinderten Menschen die Bewegung im Wasser sowie den Transfer ins Wasser ermöglicht werden.
- 2004 Veränderung der internen Tagesstruktur durch Ausbau einer internen Tagesstätte mit eigenen Räumlichkeiten.
- 2005 trieben wir den Ausbau des Tagesstättenbereichs weiter voran.
- 2005 feierten wir unser 40-Jähriges Vereinsjubiläum.
- 2005 wird ein Grudwasserschaden in der Wohngruppe C festgestellt. Schimmelbefall ist die folge, der die Wohngruppe C unbewohnbar macht.
- 2006 Ein Deckenliftersystem wird in einer Wohngruppe eingebaut. Dieses erleichtert das Leben unserer Bewohner ungemein.
- 2006 Im April werden die 12 Bewohner der Wohngruppe C evakuiert und in das Behindertenzentrum »Waldhof« in der Nachbarstadt Ober-Ramstadt umgesiedelt. Die Sanierung der Wohngruppe C kann beginnen.
- 2007 Die Sanierung der Wohngruppe C konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Die 12 Bewohner, die vorübergehend in Ober-Ramstadt wohnten, konnten wieder nach Roßdorf zurükehren.
- 2007 Die Tagesstätte wurde in die Bereiche Beschäftigung und Arbeit. Mit der Trennung wurden auch die Werkstätten weiter ausgebaut.
- 2008 Zu beginn des Jahres wechselten wir die Rechtsform. Wir sind nun eine gemeinnützige GmbH und zu 100% eine Tochtergesellschaft des Vereins zur Förderung und Betreuung spastisch Gelähmter und anderer Körperbehinderter Darmstadt e.V.
- 2008 Neubau modulare Bauweise, insgesamt 25 EZ, Tagesstätte für 25 Plätze
- April 2009 Fertigstellung Neubau und Bezug
- Umbau ehemalige Wohngruppe C in Tagesstätte für 30 Plätze
Lage und Umgebung der Einrichtung
Die Wohnanlage des Behindertenzentrums befindet sich auf einem Areal von ca. 23.000 qm, sie besteht aus drei ebenerdigen, behindertengerechten Gebäuden, einem Garagentrakt und einer Scheune.
Das BHZ liegt am Ortsrand von Roßdorf, einer Gemeinde mit 12.000 Einwohner/innen. Der Ort liegt am Fuße des Odenwaldes, östlich von Darmstadt, und ist mit einer geeigneten Infrastruktur ausgestattet. Ein rollstuhlgerechter Fußweg bindet das BHZ an die Ortsmitte an. Die am Einrichtungsgelände vorbei führende Straße kann durch eine behindertengerechte Fußgängerampel auch mit Rollstühlen überquert werden.
Roßdorf bietet zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten (neben Zeitschriften und Lebensmitteln, gibt es eine Reihe von Bekleidungs-, Schuh- und Sportgeschäften), außerdem kann ein nahe gelegener großer Supermarkt auch von den Menschen mit Behinderung über die Fußgängerampel erreicht werden.
Darmstadt, als nächst größere Stadt, ist über eine Schnellstraße ohne großen zeitlichen Aufwand zu erreichen. Der öffentliche Nahverkehr von und nach Darmstadt ist durch den (teilweisen) Einsatz von Niederflurbussen rollstuhlgerecht gestaltet.
Die öffentlich zugängliche Cafeteria einer Einrichtung der Arbeiterwohlfahrt ist ca. 500 m von der Einrichtung entfernt. Sie stellt für viele Bewohner/innen den ersten Schritt zur gesellschaftlichen Integration und zur Normalisierung des Wohn- und Lebensalltages dar.
Arbeitsplatzmöglichkeiten gibt es in der nahe gelegenen Werkstatt für Behinderte Menschen in Dieburg.
Bewohner/-innen
Das Behindertenzentrum Roßdorf ist eine Einrichtung der Behindertenhilfe und bietet Betreuungsleistungen im Rahmen der Eingliederungshilfe nach §§ 53/54 SGB XII an. Das BHZ gehört zurzeit dem Zielgruppenmanagement der Menschen mit Körper- und Sinnesbehinderungen an.
Aufgenommen werden im BHZ Roßdorf erwachsene Menschen verschiedener Altersgruppen mit Körper-, Mehrfach- und Schwerstbehinderungen.
Aufnahmekriterien
- Zustimmung des Bewohners, der Bewohnerin (bzw. des/der gesetzlich bestellten Betreuers/Betreuerin)
- Kostenübernahme des jeweiligen Trägers
- Unterlagen, die Auskunft geben über bisherige Förder- und Therapiemaßnahmen im medizinischen, pädagogischen oder psychologischen Bereich.
- Probewohnen/Probebesuch mit Aufnahmegespräch
- Altersgrenze beim Besuch der Tagesstätte (analog der WfbM)
- Eine Aufnahme bei Suchtproblematik oder psychiatrischer Problemlage ist nicht möglich.