Neues Auto schafft Mobilität
Behindertenzentrum: Unternehmer ermöglichen durch Spenden Anschaffung für Bewohner der Roßdörfer Einrichtung
ROSSDORF. Unter einem blauen Tuch war es versteckt. Zwei Bewohner durften in ihren elektrischen Rollstühlen das neue Auto enthüllen, das dem Behindertenzentrum Roßdorf (BHZ) von privaten Unternehmen aus der Region ermöglicht wurde. Bei strahlendem Sonnenschein machte dies den beiden sichtlich Spaß.
„Das neue Auto soll unsere Bewohner in ihrer Mobilität unterstützen und uns mehr Unabhängigkeit bieten“, sagt Daniela Rothstein, Geschäftsführerin des BHZ. Das Auto vom Typ Fiat Doblò ist mit bunten Aufklebern der Sponsoren beklebt. „Über die Grenzen Roßdorfs hinaus haben sich Sponsoren gefunden, die den sozialen Zweck unterstützen“, unterstreicht Rothstein. Der Wagen dient ab sofort als Stadtfahrzeug, für Einkäufe, Arztbesuche und für Ausflüge.
Vor allem soll das Auto in naher Zukunft für die Wohngruppe zur Verfügung stehen, die wegen eines Grundwasserschadens in den Waldhof nach Ober-Ramstadt verlegt werden mussten (wir haben berichtet). „So können sie ohne externe Fahrdienste zurück kommen“, sagt Rothstein freudig. Denn soweit es möglich ist, sind die Ausquartierten tagsüber in Roßdorf.
Die Pläne für das beschädigte Haus sind gemacht: „Das Gebäude wird so renoviert, dass es wieder bewohnbar wird. Darüber hinaus wird ein Neubau für diese Gruppe angestrebt“, unterrichtet Vorstandsvorsitzender Markus Braun. Bis Ende September soll das Gebäude wieder bewohnbar sein. „Zum Glück geht es dann zurück“, bemerkt ein Behinderter, der derzeit in Ober-Ramstadt wohnt. Und Braun ergänzt: „Ihnen geht es in Ober-Ramstadt sehr gut. Aber die möchten ja so schnell wie möglich wieder nach Hause.“